Dorit`s Schneiderei

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Gardinen selber nähen

In diesem Beispiel wird davon ausgegangen, dass ein Vorhang genäht werden soll, der bis zum Fußboden reicht.

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Gardinenstoffgrößen:

Variante (1) Der Stoff ist so breit, dass er von der Decke bis zum Boden reicht, inklusive ein paar cm zum Umschlagen.

Variante (2) Der Stoff ist nur ca. 1,60 cm breit, so dass mehrer Bahnen zu einer Gardine zusammengenäht werden müssen, da ein einzelner Schal zu schmal wäre. In diesem Fall solltest du höchstens 2 Bahnen zusammennähen. Ansonsten wird das gleichmäßige Platzieren des Gardinenbandes schwierig. Du könntest Probleme mit dem Verstecken der Nähte bekommen.

Ermittlung der Stoffmenge:

Variante (1)

Länge einer Gardine: Gewünschte Länge (z.B. Deckenhöhe) + 7,5cm oben + 10cm unten
Breite einer Gardine: (1,60cm-5cm-2cm)*2*(Angabe auf dem Gardinenband)
Hier wird die Breite der Gardine von der Stoffbreite bestimmt.

Anhand der Breite der Gardine kannst du ermitteln, wieviele einzelen Gardinen du benötigst.
Stoffmenge: Anzahl der Gardinen*Länge einer Gardine*2 (Es werden 2 Stoffbahnen je Gardine benötigt.)

Variante (2)

Länge einer Gardine: Gewünschte Länge (z.B. Deckenhöhe) + 7,5cm oben + 10cm unten
Breite einer Gardine: (Gewünschte Breite der Gardine+5cm)/(Angabe auf dem Gardinenband)
Hier kann die Breite der Gardine frei gewählt werden.

Anhand der Breite der Gardine kannst du ermitteln, wieviele einzelen Gardinen du benötigst.
Stoffmenge: Anzahl der Gardinen*Breite einer Gardine

Tipp: Wenn du dir was Gutes tun möchtest, solltest du unbedingt darauf achten, dass sich der Gardinenstoff leicht bügeln läßt, oder sogar gar nicht gebügelt werden braucht.

Die Webkante wurde in diesem Beispiel mit verarbeitet. Um ein späteres Verziehen der Gardien zu vermieden, sollte die Webkante nicht mit verarbeitet werden.

Variante (1) & Variante (2)

Alle Kante können mit der Overlook-Maschine versäubert werden. Du kannst die Kanten jedoch auch einfach doppelt umlegen, dann ist das Versäubern überflüssig.

Tipp: In diesem Beispiel wurde die Webkante nicht abgeschnitten. Um jedoch auf Nummer sicher zu gehen, dass sich die Gardinen nicht verziehen sollte die Webkante nicht mit verarbeitet werden.

Variante (1)

Dieser Schritt entfält hier.

Variante (2)

Für das Zusammenfügen der einzelnen Stoffbahnen legst du die Bahnen links auf links aufeinander. 0,7cm am Rand entlang die beiden Stoffbahnen zusammensteppen. Jetzt solltest Du schon Wissen wo oben und unter der Gardine sein wird. Markiere es dir am besten mit einer speziellen Nadel. Genäht wird immer von oben nach unten. Wenn die Stoffe nicht hundertprozentig gleich lang sind, solltest Du auf keinen Fall versuchen diesen Unterschied durch Ziehen auszugleichen. Beim Umlegen der unteren Kante werden solche Fehler später ausgeglichen.

Variante (1)

Dieser Schritt entfällt hier.

Variante (1)

Den Stoff so umklappen, dass die Bahnen jetzt recht auf rechts aufeinander liegen. Ca 1cm am Rand entlang zusammensteppen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Fransen der Webkante an der anderen Seite nicht durchscheinen. Dementsprechend mußt du den Nahtabstand zum Rand verfrößern.

Variante (1)

Dieser Schritt entfällt hier.

Variante(2)

Im linken Bild ist die fertige Aussenseite des Gardinenstoffes zu sehen. In dem rechten Bild ist die linke Seite des Gardinenstoffes zu sehen.

Variante (1) & Variante (2)

Jetzt wird das Gardinenband angenäht. Hierbei gibt es einiges zu beachten. Wichtig ist, dass es richtig herum angenäht wird. Die Ösen für die Hacken sollen nach dem annähen natürlich noch erreichbar sein. Auch sollte darauf geachtet werden dass oben und unten nicht verwechselt werden.

Um zu ermitteln wie weit die obere Kante eingeschlagen wird legst du das Gardinenband schonmal auf, fixieren es jedoch noch nicht. Je nachdem was für Schienen und Hacken verwendet werden ergibt sich der Abstand. Wenn du dir hier unsicher bist empfehle ich dir ein Stück des Gardinenbanden an einen alten Stoffrest auszuprobieren. Die Gardinen sollte später nicht an der Decke schleifen, da der Stoff darunter leiden würde. In diesem Beispiel werden die Hacken in den oberen Ösen eingehangen und es ergibt sich ein Abstand zur Gardinenoberkante von 2cm. Die Gardine wird oben somit 7,5cm umgelegt (Siehe rechte Abbildung).

Bei der Zentrierung des Bandes gibt es bei den unterschiedlichen Varianten eigene Prioritäten. Bei beiden solltest du schon jetzt bedenken, dass anden beiden Außenkanten jeweils 5cm Platz für das spätere Umlegen gelassen wird.

Variante (1)

Hier ist es sinnvoll das Band so auszurichten, dass die Wellen an den Enden später nicht in den Raum sondern zum Fenster hinzeigen.

Variante (2)

Hier ist es wichtiger das Band so auszurichten, dass die Naht in der Gardinenmitte nicht zu sehen ist. Die Welle in der Mitte sollte später zum Fenster hin zeigen und nicht in den Raum.

Variante (1) & Variante (2)

Das Gardinenband wird in diesem Fall 2cm von der oberen Kante aus fixiert. An den Seiten werden jeweils 5cm Platz gelassen, für das spätere Umlegen der Seiten.

Variante (1) & Variante (2)

Die linke Abbildung zeigt, wie die Seiten später umgenäht werden. Die rechte Abbildung zeigt, das gesteppte Gardinenband. Es wurde hier mit zwei Nähten gesteppt.

Variante (1) & Variante (2)

Als nächstes werden die Seiten umgelegt. Dies geschieht in einer Breite von 2,5cm. Hier solltest Du vorher die Bänder zum Kräuseln, so weit es nötig ist, herausnehmen damit diese nicht mit eingenäht werden.

Variante (1) & Variante (2)

In dem linken Bild sieht die obere Gardine schon fast fertig aus ;-))

Als nächstes werde ich noch beschreiben, wie die Gardine mit einem Bleiband versehen wird. Dies ist jedoch nicht bei allen Gardinen notwendig. In diesem Fall läßt du es einfach weg.

Damit das Bleiband nicht ausfranst, gehe ich leicht mit einem Feuerzeug an das Ende des Bandes. ACHTUNG: Das Bleiband auf keinen Fall ganz in die Flamme halten. Es könnte anfangen zu brennen. In jedem Fall wird es jedoch schwarz. Also die Flamme nur leicht gegen das Ende des Bleibandes führen, sodass es ein wenig verschort.

Variante (1) & Variante (2)

Als nächtes entfernst du ein paar der Blei-Elemente, damit du über das Bleiband nähen kannst, ohne die Nähmaschinen zu ruinieren. Wenn du das Bleiband mit der Hand einnähst, brauchst du die Blei-Elemente nicht zu entfernen.

Variante (1) & Variante (2)

Wenn du dir nicht sicher bist wie lang die Gardine sein kann, hänge sie jetzt einfach schonmal auf. Stecke die Länge der Gardine an drei Stellen ab. Jetzt kannst du sie wieder abnehmen und den Rest abstecken.

Tipp: Wenn du einen Rockabrunder hast, kannst Du diesen auf die unterste Stufe einstellen und mit farblich passender Kreide abpusten.

Bei der unteren Kante sollte der Stoff zweimal eingeschlagen sein, dann fällt die Gardine schöner. Beim einschlagen und fixieren der Kante legst du auch das Bleiband mit rein. Vor dem Feststeppen der umgelegten Kante klappst Du die beiden Enden der Gardine nochmal auf und steppst das Bleiband fest. Mit der letzten Naht steppst Du die untere Kante der Gardine.

Für Verbesserungsvorschläge dieser Anleitung bin ich immer offen. Schicke mir einfach eine Mail.